"Du bist wirklich verrückt!", rief sie, als er die Tür aufstieß, durchging und sie wieder zukrachte. Er stellte sie noch nicht auf den Boden, genoss das Gefühl ihres weichen Körpers an seiner Brust und drängte sie an die Tür. Sie hing noch immer an seiner Brust, aber ihre Beine baumelten kurz über dem Boden. Da sie genauso eifrig und erhitzt war wie er, wollte sie ihre Schenkel um ihn schließen, doch da zog er sich zurück, ließ sie auf den Boden gleiten.

"Das ist unsere Hochzeit, meine Liebste, da sollten wir nicht so schnell vorpreschen." Er stieß diese Worte gepresst hervor, denn es war ihm anzusehen, dass er sie am liebsten gleich hier an der Tür genommen hätte.

Zu benommen, um klar denken zu können, konnte sie nur nicken und versuchte sich zu beruhigen.

Pièrre sah ihr an, dass es ihr genauso schwer fiel wie ihm, aber es sollte für sie zu einem unvergessenen Abend werden. Und noch während er das dachte, kam sie auf ihn zu und fing an, sein Jacket aufzuknöpfen. Sie sah nur ihn an, schaute ihm in die Augen, machte diese Aufgabe blind. Sie hatte nichts verlernt. Seine Augen fingen Feuer, glühten, als sie ihm die Jacke von den Schultern streifte. Dann trat sie einen Schritt zurück und blickte zu ihm auf; er wusste, was sie wollte und kam auf sie zu.

Josephine konnte einfach nicht genug von seinen Augen bekommen, sie waren wandelbar wie ein Chamäleon. Sie hatte sie noch nie als Eis gesehen, aber schon sehr oft als Feuer. Und das gefiel ihr, denn sie wusste, dass es wegen ihr war. Wegen ihrer Art, ihres Wesens, ihres Körpers, den er gerade mehr als begehrte. Sie trat noch einen Schritt zurück und wartete auf ihn, auf seine ungehemmte, manchmal unbeherrschte Art.

Pièrre trat auf sie zu und nahm ihr das Diadem ab, legte es auf ihren Schminktisch und widmete sich ihr wieder zu. Den restlichen Schmuck ließ er dran; er wollte sie damit sehen, wenn er sie liebte. Es sollte ihren Hals umschmeicheln, wenn sie ihn ritt. Oh Gott, ich darf nicht in solchen Bildern schwelgen. Wenn ich noch härter werde, dann wars das für heute.

Langsam löste er den Schleier und legte ihn auf das Diadem. Immer wieder strich er mit seinen Fingerspitzen über ihre zarte erhitzte Haut. Ihren Wimpern schlossen sich flatternd; ihr Puls beschleunigte sich.

Nachdem er ihr auch noch die Handschuhe abgestreift hatte, widmete sie sich seiner Weste und löste die Manschetten von seinen Hemdsärmeln. Sie legte diese zu ihrem Diadem, dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen kleinen Kuss. Das war allerdings zu viel für ihn; er riss sie an sich und vergnügte sich ein paar Minuten mit ihren Lippen, stellte jede Unsittlichkeit mit ihnen an, die ihm einfiel, bis er wieder das ihm bekannte Kratzen an seiner Schulter spürte.

Langsam richtete er sich wieder auf und schaute in ihre Augen, in denen der feinste Honig floss, den es auf dieser Welt gibt. Er war mit dem edelsten Bernstein verschmolzen, der an ihrem Hals glitzerte.

"Du willst doch nicht etwa mein schönes Kleid ruinieren? Weißt du, wie schwer es ist, die Falten wieder herauszubekommen?" Sie lächelte ihn an.

Er gab ein unterdrücktes Stöhnen von sich und presste sich noch fester an sie. "Du kleines Aas. Ich explodiere fast und du spielst mit mir?" Wieder verschlang er ihre Lippen. "Ich würde zu gern etwas langsamer machen, aber ich glaube, das schaffe ich nicht."

Er klang schon fast bedauernd, aber er konnte nicht verhindern, dass er sich trotzdem an ihr rieb. Und da sie seine Pein kannte, animierte sie ihn noch weiter, bis er ihre Hüften packte, damit sie still hielt. Er konnte sich gerade noch zurückhalten, dass sah sie in seinem Gesicht.

Jo fasste einen Entschluss, von dem er erst etwas mitbekam, als sie an ihm herunterrutschte und vor ihm kniete; zwischen ihm und der Tür gefangen. Ohne viel Federlesens hatte sie ihm die Hose geöffnet und nahm ihn in den Mund. Pièrre stieß einen Schrei aus und warf den Kopf in den Nacken. Beschämend musste er sich eingestehen, dass er nicht die Kraft hatte, sie wegzuschieben. Und so lehnte er seine Arme an die Tür, stützte den Kopf darauf und schwang seine Hüften gegen sie, bis er explodierte.

Dann richtete sie sich auf, erwischte noch einen köstlichen Tropfen im Mundwinkel und küsste ihn mit einer Gier, die ihn schon wieder steif werden ließ. Aber diesmal riss er sich zusammen, unterbrach den Kuss und drehte sie in seinen Armen um. Blitzschnell löste er die kleinen Haken, die die Korsage hielten, dann öffnete er den kleinen Reißverschluss, um den Rock zu lockern und ließ die ganze goldene Pracht zu Boden gleiten. Er hob sie daraus und stellte sie daneben auf den Boden. Und aus reiner Routine hob er das Kleid auf und legte es sorgfältig auf einen Stuhl.

"Damit es auch ja keine Falten bekommt.", gab er grinsend ihre Worte zurück. Sie lächelte ihn an.

Jo stand jetzt halbnackt vor ihm und zeigte sich in ihrer ganzen Pracht. Er konnte sich einfach nicht an ihr satt sehen. Durch die Korsage trug sie keinen BH, was ihm schon sehr zu schaffen machte. Sie hatte den kleinen goldenen Tanga an, die Strümpfe mitsamt dem Halter und ihre hochhackigen Schuhe. Das Strumpfband hatte er ihr schon nach der Zeremonie abgenommen und dort hatten auch seine Schwierigkeiten begonnen, als er ihren zarten Schenkel gesehen hatte.

Er ließ alle Sachen, wo sie waren; ihm schwebte schon wieder etwas vor und er hoffte, dass es ihr auch gefällt.

Doch wie es aussah, hatte er heute Abend nichts zu sagen. Jo übernahm die Kontrolle, stieß ihn zum Bett und klemmte ihn zwischen sich und der Bettkante ein. Er hatte wahrhaftig keinerlei Spielraum und wollte sich auch nicht befreien. Da die Hose schon offen stand, war es kein weiter Weg mehr zum Boden. Er trat sie weg und konnte nur noch mit offenem Mund dastehen und verfolgen, wie sie ihm das Hemd aufriss. Die Knöpfe flogen in sämtliche Richtungen, aber das scherte ihn nicht. Ihn kümmerte nur noch, dass sie ein eigenartiges Blitzen in den Augen trug, was ihn noch härter werden ließ.

Wieder stellte sie sich auf die Zehenspitzen und verschlang ihn, ehe sie ihn auf das Bett stieß und schnell hinterher kam. Rittlings setzte sie sich auf ihn und hielt ihn fest.

"Was war eigentlich mit dem Vorsatz geworden, dass wir es langsam angehen wollten?", fragte er heiser und wurde wieder unterbrochen, als sie ihre Lippen auf seine presste.

"Das war deine Idee, nicht meine. Ich glühe schon, seit ich das Kleid angezogen hatte. Noch heißer wurde mir, als du mich nach der Zeremonie geküsst hattest. Und jetzt fühle ich mich wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Sorry, aber ich kann auch nicht länger warten."

"Wenn du es schon so eilig hast, dann zieh wenigstens den Halter und den Tanga aus. Denn so hätte ich einige Schwierigkeiten, in dich zu kommen." Er atmete wie ein Schlachtross und sie war so zappelig wie eine hitzige Stute. Wenn sie nicht aufpasste, dann nahm er sie auch wie eine.

Doch dazu kam er nicht, denn kaum hatte sie sich der hinderlichen Sachen entledigt, da war sie auch schon wieder auf ihm und nahm ihn in sich auf. Noch immer trug sie ihre Strümfe und ihre Schuhe. Vom Schmuck mal nicht zu reden. Der Bernstein pendelte verführerisch köstlich in den Tiefen ihrer Brüste. Pièrre konnte einfach nicht widerstehen und nahm ihre Brustwarzen in den Mund. Er setzte sich auf und schlang seine Arme um sie, hielt sie umklammert, während seine Hüften gegen sie stießen.

Jo stieß ein Wimmern aus, als sie seine Zähne an ihren empfindlichen Spitzen spürte, wie er an ihnen saugte. Sie ritt ihn immer heftiger, war kurz vor dem Ausbruch. Dann schaute sie zu ihm runter und sein Blick wanderte nach oben. Als sie seine Augen sah, wurde sie langsamer, langsamer, bis sie ganz anhielt. Sie waren noch nicht angekommen, aber auch er hielt sich zurück.

"Habe ich dir heute schon gesagt, wie sehr ich dich liebe?", fragte sie ihn leise.

Er schaute zu ihr auf, umfasste ihr Gesicht und küsste sie leicht. Es stand in einem krassen Gegensatz zu ihrem innerlichen Drängen, aber sie beachteten es nicht.

"Ich glaube, ich habe es heute nur einmal von dir gehört.", erwiderte er leise.

Da beugte sie sich zu ihm, er lehnte sich wieder zurück, und flüsterte: "Ich liebe dich!" Mehr nicht, aber es war so voller Emotionen, dass ihm eine kleine Träne aus dem Augenwinkel rann, denn er konnte noch immer nicht glauben, dass er so ein Glück haben soll.

Pièrre umschlang sie mit seinen Armen, sie umarmte ihn mit allem, was sie hatte, und drang leidenschaftlich in sie ein. Sie warf den Kopf zurück, wand ihre Beine um seine Hüften, ihre schuhbesetzten Füße lagen auf seinem Rücken und drückten sich in seine Haut. Doch er merkte es nicht.

Noch einmal drang er in sie ein, dann hielt er kurz inne und beugte sich zu ihr runter. "Ich liebe dich auch. Vom ersten Blick, den ich auf dich geworfen hatte." Er stieß noch einmal kräftig zu und explodierte in ihr, wie es sein sollte. Ihre Schreie vermischten sich, als sie beide gleichzeitig zum Höhepunkt kamen.

 

Da die Festlichkeiten noch in vollem Gang waren und die Fenster der Eheleute offen standen, konnten einige, die entlangflanierten, den Triumpfschrei hören. Francois warf Amalia einen Blick zu. "Waren wir früher auch so schlimm?" Sie konnte nur noch lachen.