Langsam begann der Morgen und Pièrre hörte die ersten Vögel leise zwitschern. Die langen Vorhänge schwangen in das Zimmer, wehten zarten Lavendelgeruch herein. Er hob seinen Kopf und vernahm ein leises Fiepen. Er hatte so eine Ahnung, eine dunkle Erinnerung huschte durch seine Gedanken. Schwach konnte er sich daran erinnern, dass sie Maurice gestern die Tür vor der Schnauze zugeschlagen hatten. Er musste ein Schmunzeln unterdrücken, als er an ihre Hast dachte. Sie waren in dieser Nacht nicht wirklich zartfühlend vorgegangen.

Pièrre drehte sich um und sah nach seiner schlafenden Liebsten. Er hatte angenommen, dass sie ziemlich erschöpft sein musste, aber wie er feststellen musste, war auch sie schon wach. Wie es aussah, hatte sie sich sehr auf die Bedürfnisse ihres Hundes eingestellt. Und so hatte auch sie gehört, dass er noch immer vor der Tür saß.

Doch zuerst wollte er noch einmal von ihren Lippen kosten, ehe er den Quälgeist hereinließ. Er wollte sich gerade über sie beugen, doch da kam sie ihm zuvor. Sie drehte sich zu ihm und hatte wie immer das richtige Maß. Sie ließ ihre zarten sanften Lippen, die immer nach Rosen dufteten, über seine gleiten und das sehr genießerisch. Diesmal war keine Hast dabei; sie ließ sich sehr viel Zeit bei ihrer neuen Erkundung.

Pièrre war erstaunt, dass er diese ruhigen Momente genauso mochte wie die schnellen und harten Vereinigungen, die sie in dieser Nacht hatten. Noch stützte sie sich auf einen Ellbogen, doch dann warf sie die Decken beiseite und setzte sich rittlings auf ihn, wie es in dieser Nacht auch schon sehr oft geschehen war. Sie hatte keinerlei Scheu mehr vor ihm und nagelte ihn regelrecht fest. Obwohl er sich hätte befreien können, tat er es nicht und genoss in vollen Zügen ihre neue Offenheit und das Bedürfnis, sich das zu holen, was sie so unbedingt zu brauchen scheint.

„Einen schönen guten Morgen auch dir, meine kleine Liebste.” Er gab ihr einen sanften Kuss, die er in letzter Zeit auch sehr zu schätzen gelernt hatte.

„Bonjour, mon chère. Gut geschlafen?” Sie gab auch ihm einen zarten Kuss, denn sie war im Moment überhaupt nicht für das Wilde. Sie hätte es gern gewollt, aber ihr sensibles Fleisch war noch immer sehr geschwollen.

„Weißt du, wenn ich dich so sehe, dann könnte ich glatt auf die Idee kommen, dass du etwas Bestimmtes vor hast. Bist du nicht wund?” Er hatte einen leicht sorgenvollen Ausdruck in seinem Gesicht, den sie sofort aufspürte, als sie über seine Züge strich.

Sie hatte zwar ihre Scheu verloren, aber sie wurde trotz allem rot, als sie an die vielen Gelegenheiten dachte, wo sie einfach nur wund werden konnte. Sie hatte es zu sehr genossen, als ihm zu sagen, dass sie schon recht zeitig ein bisschen Unbehagen gespürt hatte.

„Ein bisschen wund bin ich schon ...” Die Untertreibung des Jahres. Ich bin so heiß dort unten, ich könnte Eier braten. Aber das sagte sie ihm nicht.

Trotzdem musste er es von ihrem Gesicht abgelesen haben, denn sofort wanderte seine Hand langsam nach unten. Sie wollte sie aufhalten, aber er gab ihr einen beruhigenden Kuss. Sie vertraute ihm, aber sie zuckte trotzdem zusammen, als er sie an ihrer empfindlichsten Stelle berührte.

„Du bist ja heiß wie Feuer. Warum hast du denn nichts gesagt, dann hätte ich doch viel eher aufgehört.” Er zog seine Hand sofort zurück, da er sah, wie sie die Lippen zusammenkniff.

„Ich wollte es nicht. Es war so schön ...” Sie hatte einen träumerischen Ausdruck auf dem Gesicht.

Ein kurzes Lachen entwich ihm, aber er wurde sofort wieder ernst. „Hast du eine lindernde Salbe, die ich dir auftragen kann?” Er meinte es völlig ernst.

„Denkst du nicht, dass ich das selber kann?”, sie wurde schon wieder rot.

„Nein, kannst du nicht. Du bist manchmal viel zu tolpatschig.” Eine klare Ansage, gegen die sie nichts sagte.

Vorsichtig stand sie auf und ging nackt durch ihr Zimmer. Zielstrebig und ohne anzuecken ging sie auf ein Regal zu, zählte die Tiegel ab und kam mit einem kleinen zurück.

„Und das wirkt?”

„Ja, es ist für innere und äußere Beschwerden. Ich glaube, das trifft genau auf mich zu.” Noch immer war sie rot und schien sich auch nicht wirklich abzukühlen.

„Ist diese Hautfarbe normal bei dir?”, scherzte er und drehte den Deckel ab.

„Du weißt genau, warum ich im Moment so aussehe. Solche Sachen sind etwas sehr Intimes und ...” Sie wurde von einem lachenden Kuss unterbrochen.

„Wir haben in dieser Nacht so viel Intimität erlebt, dass du jetzt wirklich nicht prüde sein musst. Außerdem habe ich dir das angetan, schon vergessen? Also steht mir auch das Recht zu, dir zu helfen. Und jetzt Schluss mit den Mätzchen.” Damit drehte er sie auf den Rücken und hielt sie fest, als er einen Finger voll nahm und es sanft und vorsichtig auf ihren sensiblen Punkt strich.

Jo wölbte sich nach oben, als trotz aller guten Vorsätze die Begierde sie überrollte. Leise fing sie an zu Stöhnen; sein Finger umglitt sie in zärtlicher Fürsorge. Sie konnte nicht erkennen, was er im Moment empfand; seine Aura war nicht zu deuten.

Wie sollte sie denn wissen, dass er in mancher Hinsicht ein sehr guter Schauspieler sein konnte und dass er im Moment seine Gefühle sehr unterdrückte. Er wollte jetzt nichts empfinden, außer dem Wunsch, ihre Beschwerden zu lindern. Aber sie machte es ihm unglaublich schwer, wenn sie sich so nach oben wölbte, mit ihrem Körper nach seinen Aufmerksamkeiten bettelte und anfing zu Stöhnen.

„Pièrre ...ich halte das nicht mehr aus.” Ihre Hände krallten sich in die seidenen Laken, suchten verzweifelt einen festen Halt.

„Versuche einfach, deine Gefühle zu unterdrücken. Verdammt, du machst es mir unglaublich schwer, wenn du dich so windest.” Er biss die Zähne zusammen, seine Bewegungen wurden etwas forscher, aggressiver.

„Bitte ...” Ihr Körper wand sich auf den Laken wie ein Fisch auf dem Trockenen. Wenn sie sich noch weiter reinsteigerte, dann bekam sie bald auch keine Luft mehr.

„Ich versuche wirklich, mich zurückzuhalten. Aber wenn du mich weiter so anflehst, dann kann ich für nichts mehr garantieren. Dann bin ich schneller in dir, als du es dir wünschen magst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Körper noch mehr solcher Strapazen aushalten kann.” Sein Finger war zur Ruhe gekommen, denn er konnte einfach nicht weiter ihr heißes Fleisch streicheln und dabei so kalt bleiben. Und dann noch so konservative Reden schwingen.

„Bist du denn nicht auch wund? Dann könnten wir uns beide heilen.”, versuchte sie ihn nun zu locken. Und hatte damit mächtig Erfolg. Denn er war wirklich wund, aber auch er konnte gestern nicht aufhören.

„Schatz ... Bitte ... Ich will dir nicht wehtun.” Jetzt klang er bettelnd.

„Wie ich schon sagte, es ist auch für innere Beschwerden anwendbar.” Langsam setzte sie sich auf, tastete nach dem Tiegel, fand ihn und tauchte zwei Finger hinein. Dann tastete sie sich zu seinen unteren Regionen vor und hatte es nicht sehr schwer, ihn zu finden. Denn je tiefer sie glitt, desto schwerer atmete er und als sie ihn endlich erreicht hatte, drang ein tiefes Stöhnen aus seiner Kehle.

Leise lachte sie auf, als sie ihn unendlich zärtlich massierte, was zu seinem Unwohlsein noch dazu beitrug, dann trug sie noch zärtlicher die Salbe auf und ließ dann zu seinem Glück endlich von ihm ab. Denn hätte sie ihn noch weiter gestreichelt, dann wäre ein Unglück passiert. Aber so setzte sie sich zurück, tauchte noch zwei Finger in den Tiegel und fing an, sich selbst zu massieren. Da sie immer wieder an ihren Lustknopf herankam, stöhnte sie so herrlich auf, dass Pièrre ihr nicht länger zusehen konnte. Seine Augen fingen Feuer, als er sie beobachtete, wie sie entrückt den Kopf zurückwarf und die Augen schloss.

Sofort war er bei ihr, sein Oberkörper schwebte über ihr und schon war in ihr, in ihrer heilenden schlüpfrigen Glätte. Alles war wie in einem Traum, unwirklich, nicht greifbar, aber er wusste, dass er passierte. Hörte ihren keuchenden Atem, spürte ihre samtenen Schenkel, die sich um ihn schlossen und ihre zarten kleinen Hände, die sich an seinen Schultern festhielten.