Mitten in der Nacht kam Patrick heim und schlich sich runter, auf leisen Sohlen. Die Treppe knarrte ein bisschen, aber er kannte den Trick, um leiser runter zu gelangen, ohne sie aufzuwecken.

Leise öffnete er die Tür und schaute in das mondbeschienene Zimmer, um nach ihr zu sehen. Sie wälzte sich auf dem Bett hin und her und hatte eine unruhige Nacht verbracht, als er die zerwühlten Bettlaken betrachtete. Ein mitleidiger Ausdruck huschte über sein Gesicht, als er sah, was für Sorgen er ihr bereitet hatte. Aber die werden gleich verschwinden, war er sich sicher.

Er zog sich bis auf die Shorts aus und kniete sich über sie auf das Bett. Noch schlief sie, aber das änderte sich gleich. Mit sanften Fingern strich er ihr über die Wange. Sie zuckte zurück, anscheinend in einem Traum gefangen. Leise redete er auf sie ein, bis sie sich wieder beruhigt hatte und legte dann die andere Hand an ihre Wange.

Vic schreckte auf und stieß fast mit ihm zusammen, wäre er nicht rechtzeitig zurückgewichen. Sie schaute ihn ungläubig an. Zuerst wollte sie ihm etwas an den Kopf werfen, aber dann schlang sie lieber ihre Arme um seinen Nacken und drückte ihn an sich. Sie weinte tatsächlich. Er wollte es nicht glauben. Und er wusste, dass er das nicht noch einmal machen konnte. Er verletzte sie sogar noch mehr, dabei wollte er ihr nur eine Überraschung machen.

„Wo warst du denn? Ich habe mir solche Sorgen gemacht.”, schluchzte sie und presste sich noch fester an ihn. Er streichelte beruhigend ihren Rücken.

Dann rückte er ein Stückchen von ihr ab und schaute ihr in die Augen. „Ich wollte dir keine Angst machen, sondern eine Freude bereiten. Du wirst mir bestimmt böse sein, wenn ich dir sage, wo ich war.” Er schaute sie kurz an und fuhr dann fort. „Ich war in Paris.” Ihre Augen weiteten sich und sie wollte schon etwas sagen, aber er hielt ihr den Mund zu. Sie funkelte ihn an, aber sie blieb ausnahmsweise mal still. Patrick sprach nicht weiter, sondern griff nach hinten. Er holte ein Schächtelchen hervor. Sie schaute ihn ungläubig und fragend an. Nach einem kurzen hin und her, hatte er es endlich geschafft, sich auf dem Bett hinzuknien. Vics Augen wurden immer runder, als sie ihn beobachtete.

Patrick öffnete nach einem spannungsgeladenen Punkt die kleine Schatulle und hielt sie ihr hin. „Kleines, willst du mich heiraten?” Mehr sagte er nicht und wartete.

Vics Augen wurden noch größer und sie schaute ihn einfach nur an. Dann kullerten wieder Tränen über ihr Gesicht, aber da er sie nun gut genug kannte, wusste er, dass es Tränen des Glücks waren.

Es dauerte einige Minuten, ehe sie zu einer Regung fähig war, aber sprechen konnte sie noch immer nicht. Stattdessen hielt sie ihm ihren Ringfinger hin, damit er ihr den Verlobungsring anstecken konnte. Mit der anderen Hand hielt sie sich den Mund zu, um die Schluchzer zu unterdrücken, die in ihr hochsteigen wollten. Es rollten noch immer Tränen der Freude und der Ungläubigkeit über ihre Wangen, aber ihre Augen leuchteten. Sie betrachtete den Ring, der ein kleines Vermögen wert war und schaute dann wieder ihren Geliebten an, der sie noch immer erwartungsvoll anblickte.

Auch sie ließ ihn nun kurz warten, aber sie hielt es einfach nicht mehr aus und warf sich ihm an den Hals. Bei dem Schwung, den sie hatte, fiel er rücklings aufs Bett und sie landete auf ihm. Sie wollte sich schon aufrichten, aber er hielt sie auf sich fest.

„Danke, danke, danke!!!”, sie konnte sich gar nicht genug bedanken. Immer überschwänglicher wurde sie und bekam einen Lachanfall, gefolgt von Schluckauf.

Patrick hielt sie fest auf sich, dann umklammerte er ihren Kopf und küsste sie. Lenkte sie erst einmal ab. Und tatsächlich, es half. Der Schluckauf ebbte ab und dann konnte sie endlich seine atemberaubenden Küsse genießen. Und sie wurde wieder dominant. Lag sie vor ein paar Minuten noch genießend auf ihm, so setzte sie sich jetzt auf und umfing seine Hüften mit ihren Schenkeln. Ihre Hände stützten sich zu beiden Seiten seines Kopfes ab und dann griff sie ihn an. Sehr sinnlich, dass musste er zugeben. Aber er konnte sich noch immer nicht an ihren sinnesverwirrenden Körper gewöhnen, der sich jetzt in ganzer Länge an ihn schmiegte.

Er musste ehrlich zugeben, dass er es noch nicht geschafft hatte, beim Liebesspiel die Oberhand zu behalten. Immer hatte sie die Initiative ergriffen, setzte ihren Körper unbewusst dazu ein, ihn um den kleinen Finger zu wickeln. Wenn du es dauernd zulässt. Aber heute nicht, dass schwor er sich. Und so packte er sie hart um die Hüften und warf sich mit ihr herum.

Vic schnappte nach Luft, als sie seinen Stimmungsumschwung bemerkte. Was war mit ihm los? Passiert jetzt das gleiche, was mit Evelyn geschehen war? Obwohl sie es erregend befunden hatte, war sie anfangs auch etwas geschockt gewesen. Sie hatte ihr von ihrem Erlebnis auf der Treppe erzählt und Vic hatte ihr nur gespannt zuhören können. Sie hatte Patrick zwar schon wild gesehen, aber noch nicht grob. Doch sie hatte auch das Gefühl, dass er sich das bei ihr auch nicht getrauen würde. Rein instinktiv wusste sie das und deshalb vertraute sie ihm jetzt auch und muckte nicht rum. Sie ließ ihn einfach gewähren.

Patrick bemerkte schon, dass sie sich zu Anfang wehren wollte gegen diese rüde Behandlung, aber dann hatte sie ihre Meinung geändert. Er dankte ihr, als er sie sanft küsste, aber seine Hände blieben trotzdem grob um ihre Hüften geklammert. Diesmal wollte er es mal auf seine Art. Freilich, es war immer eine Form seiner Art, aber eben nicht seine ursprüngliche. Nicht die, die Martin und Evelyn gesehen hatten, als sie ihn bei einem Überraschungsbesuch ertappt hatten, wo er noch eine andere Freundin hatte und Vic gar nicht kannte. Aber er weiß, dass Evelyn Vic von diesem Besuch erzählt hatte und es machte ihm nichts aus. Im Gegenteil, wenn sie erkannte, was er vorhatte, dann würde sie vorbereitet sein.

Vic blieb noch immer still und schaute ihn nur an. Er begann sie zu küssen, aber auf eine völlig andere Art und Weise, die sie neugierig machte. Er war nicht sanft, wie sonst immer, sondern fordernd, leicht grob und ein wenig egoistisch, was ihre Gefühle anbelangte. Mal sehen, was noch kommt. Sie wollte ihre Arme heben, um ihn zu umfangen und zu berühren, aber selbst das verwehrte er ihr. Nur ich soll fühlen? Das war ihr schon etwas komisch. Er hatte es doch sonst immer genossen, wenn sie ihn berührte. Hatte er Angst vor Kontrollverlust? Sie hatte ihn ja immer an den Rand des Wahnsinns getrieben, das hatte er ihr selber gesagt. Nie sind die Nächte so geworden, wie er es sich eigentlich vorgestellt hatte. Er wollte die Kontrolle behalten! Sollte sie bei seinem Spiel mitspielen? Es könnte eine völlig neue Erfahrung für sie werden, dass wusste sie. Mit einem Lächeln gab sie sich in seine jetzt völlig fremden Hände, von denen sie nicht wusste, was sie mit ihr anstellen konnten.

Auch Patrick bemerkte etwas an ihr. Ahnt sie, was ich vorhabe? Wenn ja, dann war sie gut, was ihn betraf. Dann konnte sie ihn sehr gut einschätzen und er würde gespannt sein, wie sie sich dann verhält, wenn sie weiß, was er vorhatte.

Und so machte er sich daran, seine Art der Verführung umzusetzen und sie nur spüren zu lassen. Er stand auf und zog die Decken vom Bett. Als er sie unten hatte, kam er wieder zu ihr und entledigte sie ihres dünnen Nachthemds. Sie konnte sich noch immer nicht daran gewöhnen, nackt zu schlafen. Konnte sie noch nie, hatte sie ihm gesagt. Selbst im heißesten Sommer hatte sie immer ein dünnes Etwas abgehabt, aber eben dann ohne die Decken geschlafen. Ihm war das jetzt erst einmal egal, denn er wollte sie nackt sehen. Und so zerriss er einfach das dünne Gewand. Mit einem leisen Schrei wollte sie zurückweichen, aber er hielt sie fest, indem er sich auf sie setzte und sie zwischen seinen Schenkeln einschloss, sodass ein Entkommen unmöglich war. Er presste ihre Handgelenke in die Matratze und beugte sich zu ihr hinunter. Dann begann er sie zu küssen und das so gekonnt und wild, dass sie aufstöhnen musste.

Vic wollte zurückweichen, als er mit einem brutalen Ruck ihr Nachthemd zerrissen hatte. Aber er hielt sie eisern fest und ließ sie nicht entkommen. Etwas Angst hatte sie schon, aber es war eine andere Art von Angst, eine die sie erregte und sich winden lässt, sodass er doch einige Mühe hatte, sie zu kontrollieren. Aber er blieb eisern, auch wenn sie bei ihren Bewegungen immer wieder an seinen Penis rankam. Er biss die Zähne zusammen und konzentrierte sich.

Er wusste, dass er sich eine schwierige Aufgabe aufgehalst hatte, aber er wollte es auf jeden Fall zu Ende bringen. Auch wenn sie sich windete wie eine Schlange bei der Paarung. Gut, im Grunde ist es ja fast das Gleiche, aber eben nur fast.

Plötzlich hatte er eine Idee. Er musste sie aus dem Bett holen, dann hatte sie nicht so viele Möglichkeiten und ihm taten sich Dutzende auf.

Vic erschrak, als Patrick sich unverhofft aufrichtete und sich aus dem Bett schwang. Dann schnappte er sich ihren Arm und zog sie mit einem Ruck hoch, aus dem Bett und in seine Arme. Das alles mit so viel Schwung, dass ihr leicht schwindelig wurde, als er sie auf den Armen hielt. Er trug sie zu einer Wand und stellte sie wieder auf die Füße. Dann entwand er sich kurz ihren Armen und suchte in den Schubfächern nach Etwas. Aber er kannte sich schon gut genug aus und fand bald, was er gesucht hatte. Nur konnte sie sich nicht daran erinnern, jemals seidene Schals besitzt zu haben. Hatte er welche gekauft, weil er wusste, dass er das einmal tun würde? Sie konnte ihn nur anstarren und an der Wand stehen bleiben, wo er sie platziert hatte. Was hat er mit mir vor? Er will die Kontrolle behalten. Gut, das wusste sie. Und was noch? Ihre Stirn furchte sich, als sie angestrengt nachdachte. Und plötzlich lichtete sich ihre Miene. Sie erinnerte sich an eine Geschichte, eine nicht jugendfreie Geschichte, die ihr Martin einmal erzählt hatte. Da ging es darum, dass er und Evelyn Patrick in flagranti erwischt hatten. Die Kamasutrageschichte. Sie wurde leicht rot, als sie sich daran erinnerte. Sie hätte nicht dabei sein dürfen, dass wusste sie. Sie konnte bei so etwas nicht zusehen, wie es Martin ein paar Minuten gemacht hatte.

Ihre Gedanken kamen wieder in die Gegenwart und zu eben diesen Mann, der anscheinend das gleiche mit ihr vorhatte.

Patrick hatte sie beobachtet und las in ihrer zuerst ernsten und dann erhellten Miene, dass sie jetzt genau wusste, was er vorhatte. Anscheinend hatte sie sich doch an die Erzählung erinnert. Gut so. Aus diesem Gedanken stahl sich ein Lächeln auf die Lippen, ein kleines. Aber Vic sah es trotzdem. Und deshalb hob sie auch die Hand, um seine Mundwinkel zu berühren. Mit den Fingerspitzen berührte sie ihn leicht und sah zu ihrem leisen Glück, wie Patrick verzückt die Augen schloss. Sie sah ihn überrascht an und umfuhr leicht die Oberlippe. Wieder bemerkte sie, wie ein sachtes Zittern seinen Körper erschütterte. Leicht enttäuscht fragte sie sich, ob er wirklich so leicht aufgab. Dass sie ihn nur berühren brauchte, um ihn von seiner Aufgabe abzubringen. Ihre Fingerspitze glitt zu seiner Unterlippe und es bildete sich eine Gänsehaut auf seinen Armen.

Plötzlich sah sie ihren Arm hart umklammert und das Lächeln verschwand. „Vergiss es! Diesmal nicht! Du hast oft genug die Initiative ergriffen, heute hast du dich zu ergeben!” Nun war es endlich raus, was er mit ihr vorhatte, aber im Grunde genommen hatte sie es doch schon längst gewusst.

Und somit nahm er ihre Arme, band sie zusammen, zog sie nach oben und hängte die Enden des Schals an einen stabilen Nagel. Er hob den anderen Schal auf und ließ ihn sich durch die Hände gleiten. Er sah sie lange an und ließ in ihr ein Gefühl aufkommen, dass sie nicht definieren konnte. Noch nicht.

Dann kam er auf sie zu und trat dicht vor sie hin. Er sagte kein Wort, schaute sie nur an. Dann hob er den seidenen Schal an ihre Augen und verband auch diese. Trotz leiser Gegenwehr schaffte er es und trat leise zurück. Aber sie spürte ihn noch, denn er hatte eine Hand an ihrem Nacken gelassen. Sie wanderte zu ihrem Hals und umschloss ihn sanft. Mit dem Daumen liebkoste er sanft ihren hämmernden Puls, der die Haut vibrieren ließ.

Patrick beobachtete sie. Er hatte ihre leise Gegenwehr gesehen und gespürt, aber es war ihm egal. Zumindest in dem Moment. Er wollte sie nur schnell unter sich wissen, wollte sie ergeben sehen, wollte sie winseln sehen, sie schreien hören.

Vic spürte nur noch seine Gegenwart, sie sah ihn nicht mehr und das irritierte sie ein wenig, machte sie nervös. Sie wird sonst nie nervös, nur bei ihm. Und das wusste er auch. Und deshalb nutzte er es auch schamlos aus. Sie hätte nie gedacht, dass er solche Anwandlungen hätte, mit Fesseln und so. Aber sie war gespannt, wie es weiterging. In dieser Angelegenheit war sie wahrscheinlich wie er.

Patrick nahm seine Hand von ihrem Hals und stemmte seine beiden an die Wand neben ihrem Kopf und senkte seine Lippen an ihre. Anfangs strich er sanft darüber, aber wie in einer Eingebung und einer Erinnerung an seinen inneren Schwur, wurde er grober, verschlingender. Vic wimmerte an seinen Lippen und trotz seiner Grobheit drängte sie sich an ihn.

Patrick fühlte sich irritiert, aber er zog sein Ding durch. Tief im Inneren stieß sich etwas gegen seine Entscheidung, aber er ignorierte es. Patrick kniete sich nieder und betrachtete sie. Mit zugleich sanften und dann wieder groben Fingern berührte er sie, streichelte sie. Da sie so klein war, konnte er sie von ihren Lippen, über ihren Hals zu ihren Brüsten hin berühren. Vic wand sich bei seinen Berührungen, die so sinnlich waren, dass sie verging. Dann schnappte sie erschrocken nach Luft, denn Patrick schob ihre Beine auseinander und stieß ohne Vorwarnung einen Finger tief in sie. Er war nicht sanft wie immer, sondern äußerst grob. Mit schnellen, wütenden Bewegungen brachte er sie an den Rand eines wahnsinnigen Orgasmus. Hätte er sie nicht angebunden, sie wäre auf den Boden gesunken, an der Wand entlang.

Patrick wollte sie stützen, man sah es ihm an. Aber sie sah es nicht, konnte es nicht. Er streckte schon seine Arme aus, um sie zu halten, aber dann hielt er mitten in der Bewegung inne. Er betrachtete sie weiter, sah ihr bei ihrer Erfüllung zu. Sie lehnte an der Wand und rieb sich leicht daran, denn sie wollte mehr. Das erkannte er daran, wie sie ihre Beine aneinander rieb, um so die ersehnte große Erfüllung zu bekommen. Patrick sah, wie sie ein Bein anhob und es anwinkelte. Sie drehte es hin und her, ohne recht zu wissen, was sie da bei ihm auslöste. Ihm wurde regelrecht heiß, als er sie weiter betrachtete. Er wurde so hart, dass schon fast die Boxershorts zu zerreißen droht. Ihm stand der Schweiß auf der Stirn und er wischte ihn gedankenverloren weg.

Vic fühlte sich zu anfangs wie auf Wolken, als sie ihre erste Erfüllung hatte. Aber je länger es dauerte, bis er sie wieder berührte, desto unruhiger wurde sie. In ihr baute sich eine Spannung auf, die sie nicht ertragen konnte. Sie wusste, dass er sie beobachtete, spürte es. Seine Blicke, die sie nicht sah, sah ihr Körper. Sie spürte es an den Flammen, die über ihren Leib tanzten und sie in Aufruhr versetzten. Ihr wurde überall heiß, dass es nicht zu ertragen war. Sie hatte das Gefühl, dass sie verbrannte. Ihre Nervenenden glühten, man könnte dort eine Kerze anzünden.

„Patrick!”

Als er ihren Schrei hörte, war er sofort auf den Beinen. Er riss sich die Shorts vom Leib, nahm ihre Arme vom Nagel und warf sie aufs Bett. Sobald sie die weiche Unterlage spürte, war sie sofort Verführerin. Ihr Körper drehte und wendete sich auf dem Laken, die Arme hatte sie über ihren Kopf gereckt. Dadurch streckte sich ihr ganzer Körper, wurde länger und graziler. Aber Patrick hatte jetzt keine Zeit für Spielchen und auch nicht die Muse, denn noch kontrollierte er das Spiel. Und so drehte er sie grob auf den Bauch und brachte sie dazu, dass sie sich hinkniete, die Arme auf das Kopfteil gestützt. Er kniete hinter ihr, zog ihre Beine auseinander und drang schnell und ohne zu prüfen, ob sie noch bereit war, in sie ein. Vic schrie auf, als sie seine Größe in sich spürte. Vor Schock und weil sie in dem Moment nicht damit gerechnet hatte, rutschten ihre Hände von ihrer Stütze und lagen dann im Kissen, den Hintern in die Höhe gereckt.

Er rammte sie wie ein Wahnsinniger, als ob er etwas zu verlieren hätte. Ohne Verstand und Gefühl benutzte er sie, konzentrierte sich nur auf seine Erfüllung. Aber leider war ihm Vic einen Schritt voraus, denn sie war anscheinend noch viel erregter als er selbst.

Als sie aufschrie, die Erfüllung findend, krampfte sich etwas in ihm zusammen. Er konnte das nicht weitermachen, das war es nicht wert. Sie war ihm dafür einfach viel zu wertvoll. Mit einem Seufzer zog er sich aus ihr zurück und in dem Moment sank sie auf dem Bett zusammen und stöhnte leise auf. Er zog das Band auf, mit dem er sie gefesselt hatte und ließ dann von ihr.

Vic hörte nur noch, wie die Tür leise zuging und sie vernahm seine Schritte, als er in die Stube rüberging. Sie lag eine Weile da und konnte sich nicht rühren. Vic rieb ihre Handgelenke, noch immer hatte sie die Augen verbunden. Sie setzte sich langsam auf, nahm den Schal ab, der ihr das Augenlicht nahm und blinzelte leicht verstört ins Zimmer, das nur minimal von einer kleinen Lampe erhellt wurde.

Vorsichtig legte sie eine Hand zwischen ihre Beine, sie war ein bisschen wund. Warum hatte er es nicht zu Ende gebracht? Sie hatte zwar ihre Erfüllung gefunden, aber er nicht. Er wollte es auf einmal nicht mehr. Warum? Ist zum Ende hin etwa eine Wandlung geschehen? Hat sich sein Gewissen gemeldet?

Sie setzte sich auf und ging leise zur Tür. Diese machte sie vorsichtig auf und ohne ein Geräusch auf. Sie lunzte um die Ecke rum und versuchte ihn irgendwo auszumachen. Es war stockdunkel und sie sah ihn nirgendwo. Aber er konnte nur in der Stube sein. Es war zwar in der Zwischenzeit eine halbe Stunde vergangen, ehe sie sich in Bewegung gesetzt hatte, aber sie hatte immer auf ein Geräusch von ihm gelauscht. So machte sie einfach die Tür weit auf und ließ etwas Licht in die Stube strömen. Leise ging sie rüber und ihre Augen gewöhnten sich schnell an das Zwielicht. Endlich entdeckte sie ihn. Er saß in einem Sessel und hatte seine Beine auf den Hocker gelegt, seine Arme lagen links und rechts von ihm auf den Lehnen, wobei die rechte Hand seinen Kopf stützte.

Vic lehnte sich an den Türrahmen und achtete darauf, dass sie mit dem Kopf nicht an die klingende Unruhe aus Delfinen kam, die genau in der Türöffnung hing. Was hatte sie nicht schon für einen Spaß gehabt, weil Patrick ständig rankam und sich stieß. Eine klingende Erinnerung, die sie lächeln ließ. Und wie einsam und allein er jetzt dort saß. Bedrückt. Als hätte er einen Fehler gemacht. Wenn er wüsste... Wahrscheinlich ist es meine Vergangenheit, sinnierte sie, dass ich es so genossen hatte. Gut, sie möchte es nicht gleich wieder machen, aber es brachte Würze und Abwechslung. Und vielleicht konnte man das auch andersherum machen? Wieder erschien ein kleines Lächeln auf ihren Lippen.

Leise ging sie zum Sessel und stellte sich dahinter. Sie musste ihn irgendwie aufbauen, ihm begreifbar machen, dass er im Unrecht ist. Ihm zeigen, dass es ihr gefallen hatte. Noch war er nicht wach, wenn er überhaupt schlief. Das hatte sie nämlich noch nicht herausgefunden. Es kann ja auch sein, dass er sie schon die ganze Zeit beobachtete. Sie wusste es nicht, aber sie war mehr als bereit, es herauszufinden. Sie streichelte sanft seine Schultern, die den Sessel hervorragend ausfüllten, und fing an, sie langsam zu massieren. Nach einer gewissen Zeit wurde ihr Druck stärker, als sie spürte, wie verspannt war. Was musste er jetzt durchmachen, fragte sie sich traurig.

„Weine nicht wegen mir Liebste, ich habe es nicht verdient.”

Sie erschrak, als sie seine leise Stimme vernahm. Wie lange war er schon wach? Dann fiel ihr ein, was er gesagt hatte. Sie hob eine Hand an ihre Wange und spürte, dass sie feucht waren.

„Ich war nur so traurig, weil du so bedrückt wirktest.” Vic fing wieder an, ihn zu massieren. Sie knetete noch immer seine Schultermuskeln durch. Aber jetzt arbeitete sie sich langsam seine Oberarme hinunter, bis sie bei seinen Händen ankam. Dabei musste sie sich vorbeugen und kam mit ihren Lippen an sein Ohr ran. Sie strich sanft an seinen Läppchen entlang, was ihm einen Schauer einbrachte.

„Mach dir keine Gedanken darüber, was vorhin geschehen ist. Ob du es glaubst oder nicht, ich habe es sehr genossen. Und da wir uns noch nie angelogen haben, fange ich auch jetzt nicht damit an. Du kannst also davon ausgehen, dass ich die volle Wahrheit sage. Es war etwas Anderes und eröffnete mir eine völlig neue Seite von dir, die ich noch nicht kennengelernt hatte. Nur aus Erzählungen...” Sie ließ den Satz unvollendet und er wusste genau, was sie damit meinte. Damit entlockte sie ihm ein kleines Lächeln. Es war zwar dunkel, aber da sie mit ihren Lippen an seinem Ohr war, spürte sie die winzige Veränderung in seinem Gesicht.

Auch sie lachte leise, was ihm wieder eine Gänsehaut bescherte. „Ich mag diese Seite an dir. Es eröffnet einem viele Möglichkeiten und eines darf dir garantiert gewiss sein. Ich werde das auch eines Tages mit dir machen.” Wieder lachte sie leise. „Ich möchte einfach nur, dass du weißt, dass nichts Falsches daran war, was du mit mir angestellt hattest. Im Gegenteil. Und jetzt möchte ich, dass du dich entspannst.” Damit glitt sie mit ihren massierenden Händen wieder seine Arme hinauf zu seinen Schultern. Leicht fuhr sie mit ihren Fingern durch sein Haar und verwuschelte es ein bisschen.

Da er völlig nackt war, hatte sie keine störende Kleidungsschicht zu erwarten und so konnte sie ungehindert ans Werk gehen. Mit ihren Händen wanderte sie zu seiner breiten Brust, die sie schon immer fasziniert hatte und strich langsam darüber. Leicht fuhr sie über seine Brustwarzen, die sich sofort verhärteten. Mit ihren Lippen strich sie über seinen Nacken, biss sanft hinein und küsste ihn wieder. Dann glitt sie zu seinem Ohr und flüsterte ihm zu, wie sehr sie ihn liebte, wie sie sich vorhin gefühlt hatte, als sie ihre Erfüllung hatte, wie es sich anfühlte, von ihm ausgefüllt zu sein.

Ihre Worte brachten ihn augenblicklich wieder in einen Zustand äußerster Erregung. Leise stöhnte er auf und seufzte dann wohlig, als sie einen sanften Kuss auf sein Ohr hauchte. Währenddessen stellten ihre Finger das wunderbarste mit seinen Brustwarzen an. Sie spielte mit ihnen, zog leicht daran und beugte sich vor, um mit ihren Lippen sanft darüber zu pusten, nachdem sie an ihnen geknabbert und geleckt hatte. Dann richtete sie sich wieder etwas auf, aber nur um besser an seine Lippen zu kommen, die er ihr hungrig entgegenstreckte. Sanft umfuhr sie mit ihrer Zunge seine Lippen, bevor sie sie in den Mund gleiten ließ, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Dann richtete sie sich wieder auf und er stöhnte enttäuscht. Sie ließ ihre Hand auf seiner Schulter, als sie langsam seinen Sessel umrundete. Er folgte ihr mit begehrlichen Blicken.

Innerlich musste sich Patrick eingestehen, dass es so viel schöner war. Sie zu betrachten in ihrer bestrickenden Schönheit, wie sie ihn verführte, wie sie ihn berührte. Das brachte ihn um den Verstand und er genoss es. Scheiß auf die Kontrolle, als sie mit einem Fuß den Hocker beiseiteschob und langsam über seine Beine strich, als er sie runternahm. Sie hatte einen Blick drauf, der ihn noch heißer werden ließ. Sie stand jetzt vor ihm. Dann beugte sie sich vornüber und stützte sich auf den Sessellehnen ab. Sie schaute ihm tief in die Augen und er versuchte zu erkennen, was sie mit ihm vorhatte. Dann gab sie ihm einen leichten Kuss und kniete sich hin. Sie legte ihre Hände auf seine Knie und spreizte langsam seine Beine, dann kniete sie sich dazwischen und legte ihre Hände auf seine Oberschenkel. Sie schaute zu ihm auf.

Patrick bekam kaum noch Luft, als er sah, was sie da tat. Sie fing an, seinen Oberkörper mit Küssen zu übersäen, an seinen Warzen zu saugen und zu knabbern und sie sanft zu küssen, wie eine Entschuldigung, die aber auch darauf abzielte, ihn anzuheizen. Und sie brachte das fertig. Sie strich mit ihren Lippen immer weiter nach unten, glitt von einem Muskelstrang zum anderen und brachte ihn um den Verstand. Sie wird doch wohl nicht das tun, was ich denke?

Er musste sie aufhalten. Und so ergriff er schnell und zittrig ihr Gesicht und zog es aus der Gefahrenzone. „Was hast du denn vor, meine kleine Verführerin?” Seine Stimme klang heiser und rau.

Sie lächelte ihn an. Er wurde noch härter und aus ihm brach ein Stöhnen hervor. „Etwas, dass ich mir schon den ganzen Abend vorstelle. Lass dich überraschen.” Sie wand ihr Gesicht sanft, aber bestimmt aus seinem Griff und gab ihm noch einen kleinen Kuss. Völlig kraftlos ließ er sie machen. Er konnte sie nicht mehr aufhalten.

Als sie seine Kapitulation sah und spürte, lächelte sie ihn verführerisch an, wie eine Katze, die den Kater schon vor sich sah. Dann beugte sie sich wieder hinunter und machte dort weiter, wo er sie unterbrochen hatte. Ihre Lippen strichen über seinen Hüftknochen und von dort war es nur noch ein Windhauch, bis sie bei seinem Glied war. Noch zarter als ein Windhauch spürte er ihre Berührung. Ganz sanft umschloss sie seine Spitze, die verführerisch glänzte. Ihre Zunge schoss hervor und kostete einen Tropfen, der hervorquoll.

Patrick konnte sich nur noch anlehnen, den Kopf zurückwerfen und die Lehnen malträtieren. Seine Beinmuskeln zuckten unkontrolliert, während sie ihn immer weiter umschloss, an ihm saugte und zart in die Spitze biss. Da entfuhr ihm ein heiserer Schrei, gepaart mit einem unmenschlichen Knurren. Sein Kopf presste sich noch fester nach hinten, der Stoff unter seinen Fingerspitzen zerriss.

Vic genoss die samtene Beschaffenheit, die sie mit ihren Lippen liebkoste. Auch hörte sie die heiseren Laute, die ihr Liebster ausstieß. Doch sie war noch lange nicht an ihrem ausgemachten Ziel angekommen. Sie zog kurz ihren Kopf zurück und hörte ihn erleichtert aufstöhnen. Sie musste einfach Lachen, als sie das hörte. Dann schaute sie auf und blickte ihm in die Augen. Auch er schaute sie an, sein Gesicht glühte, er atmete mehr als abgehackt und seine Augen konnte er kaum aufhalten. Und doch glitzerten sie, da sie ihm das größte Vergnügen bescherte, dass eine Frau einem Mann geben kann. Er konnte sich nicht rühren und sie wollte nicht aufstehen. Und so blinzelte sie ihn an, hielt seinen Blick gefangen, als sie ihren Kopf wieder in seinen Schoß senkte.

Patrick schrie unterdrückt auf, als er sah, wie sie seinen ganzen Penis in den Mund nahm und kräftig an ihm saugte. Er wollte sich gehen lassen, seine Hüften fanden den urzeitlichen Rhythmus und er stieß sich in ihren Rachen. Wieder hörte er einen Laut, der verdächtig nach einem Lachen klang, doch er konnte es nicht ganz verstehen, denn sie hatte ja den Mund voll.

Nach einer endlosen Zeit, wie ihm schien, konnte er es nicht mehr aushalten und zog unter Schmerzen ihren Kopf von ihm weg. Dann umfasste er ihre Oberarme und setzte sie auf seinen Schoß. Auch hatte er einfach keine Zeit mehr, um noch zu prüfen, ob sie schon bereit war. Er wollte einfach so schnell wie möglich in ihr sein.

Da er ihr vorhin schon zwei Erfüllungen geschenkt hatte, nahm sie es ihm nicht übel, dass er in nur wenigen Stößen selbst zum Himmel fand. Patrick stöhnte laut auf, als er endlich alles in sie pumpen konnte, was sie in ihm erzeugt hatte.

Für Vic war es eine unsägliche Wonne, ihm bei seinem Orgasmus zusehen zu können, weil sie diesmal nicht abgelenkt war. Sie sah, wie er seinen Kopf zurückwarf, wie seine Sehnen und Stränge an seinem Hals pulsierten, wie sein Hals rot wurde und sein Gesicht glühte. Die Schweißperlen liefen langsam an den Schläfen hinab, aber Vic ließ sie nicht ganz hinunterlaufen, sondern fing sie mit ihren Lippen auf, was ihn wieder leise aufstöhnen ließ. Dadurch pressten sich ihre Brüste an seinen Oberkörper und er seufzte vor Wonne auf.

Langsam umschlang Patrick seine Vic, die ihm dieses Vergnügen brachte, mit den Armen und zog sie noch fester an sich. Er ließ seine Hände über ihren Rücken wandern zu ihrem Po und umschlang ihn fester, drückte ihn an sich. Noch immer pulsierte es in ihm, noch immer zuckte sein Glied, wenn sie sich ein wenig zusammenzog.

„Ich danke dir, mein Liebling. Ich liebe dich. Du hast mir die größte Freude gemacht, als du es mir nicht nachgetragen hattest, dass ich so ... komisch zu dir war, um es mal vorsichtig auszudrücken. Irgendwie wollte ich dir einen Stempel aufdrücken, meinen Stempel. Aber wie es aussieht, hast du mir einen aufgedrückt und ich bin nicht einmal sauer darüber. Ganz im Gegenteil. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber jetzt könnte ich es nicht noch einmal machen. Du hast mich total leer gepumpt, mich ausgesaugt.”

Sie wurde tatsächlich rot, als sie seine Worte hörte. Dann zog er sie an sich und drückte einen wundervollen Kuss auf ihre bebenden Lippen, den sie genussvoll erwiderte. Plötzlich zog Patrick sie noch enger an sich und stand langsam auf. Er war tatsächlich ein wenig wackelig auf den Beinen, aber er schaffte es, mit ihr in die Schlafstube zu kommen, auch ohne sich an dieser verdammten Unruhe zu stoßen.

Vic lachte auf, als sie seine Bemühungen und Verrenkungen sah, aber schließlich schaffte er es doch noch und legte sie vorsichtig ins Bett, bevor er sich neben sie legte, sie in die Arme nahm und die Decken über sie beide zog.

Vic genoss diese stillen Momente genauso wie ihre leidenschaftlichen Ausbrüche. Sie sahen ihren beiden Händen zu, wie sie in übereinstimmender Harmonie auf der Decke Muster zeichneten und sich ineinander verschlangen. Nach einer Weile sind sie einfach eingeschlafen und träumten von einer wundervollen Zukunft, die in diesem Moment begonnen hatte, als er sie gefragt hatte, ob sie ihn heiraten möchte und sie ihm nur die Hand entgegenstrecken konnte, weil sie zu keinem Worte fähig war. Es wird eine wundervolle Zeit werden.